Excellence lernt von Lean
Ein Blick in andere Bereiche des Qualitätsmanagements zeigt: Es geht auch einfacher. Ansätze wie Operational Excellence im Lean Management, CMMI oder SPICE arbeiten bereits erfolgreich mit Reifegradmodellen.
Ihr Vorteil: Sie sind deskriptiv. Statt idealisierte „Best Practices“ vorzugeben, beschreiben sie konkrete Zustände und machen damit Entwicklung greifbar.
Das Excellence Framework Europe nutzt genau diese Arbeitsweise, um die Realität einer Organisation mit den Anforderungen an gute Managementpraktiken vergleichbar zu machen. Dabei verzichtet das Framework bewusst auf „Best Practices“ als Bewertungsrahmen, da diese Anwender häufig überfordern oder sogar entmutigen können.
Stattdessen werden Fähigkeiten beschrieben, die maßgeblich für den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit einer Organisation sind. Diese werden als Fähigkeitsaspekte bezeichnet.
Reife sichtbar machen
Für jeden dieser Fähigkeitsaspekte werden fünf klar definierte Reifegrade beschrieben. Sie zeigen anschaulich, wie sich unterschiedliche Entwicklungsstufen konkret äußern und was notwendig ist, um den jeweiligen Reifegrad zu erreichen.
Managementteams können diese Struktur gezielt nutzen: Die kompakten Definitionen in der EFE-Broschüre helfen bei der Einschätzung, welcher Reifegrad am ehesten die eigene Unternehmensrealität widerspiegelt. Schritt für Schritt entsteht so ein differenziertes Gesamtbild – entlang von rund 100 Fähigkeitsaspekten.
Besonders praktisch: Die Methode ist leicht zugänglich. Ob in Selbst- oder Fremdbewertungen – die Beteiligten können sich weitgehend autonom oder durch eine kurze Einweisung schnell mit der Methodik vertraut machen. Das Framework wird dabei als klar, nachvollziehbar und überraschend einfach in der Anwendung erlebt.
Damit gehören umfangreiche Vorbereitungen und hoher Ressourceneinsatz der Vergangenheit an.
Oder anders gesagt: Einfach gedachte Excellence ist längst kein Widerspruch mehr.
Experte und Autor
Dr. André Moll
geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V.
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