Excellence Framework Europe im Überblick

Drei Elemente.
Ein gemeinsamer Rahmen.

Das Excellence Framework Europe ist ein europäisches Excellence-Rahmenwerk für Führung, Bewertung und Entwicklung von Organisationen. Es unterstützt Organisationen dabei, sich als Ganzes zu verstehen, die Reife ihrer organisationalen Fähigkeiten zu bewerten und nächste Entwicklungsschritte gezielt zu gestalten.

EFE verbindet drei Elemente:

  • Die Prinzipien geben Orientierung für verantwortungsvolles Handeln.
  • Das Hexagon beschreibt die organisationalen Fähigkeiten und ihr Zusammenspiel.
  • Das Reifegradmodell macht sichtbar, wie weit diese Fähigkeiten entwickelt sind und welche nächsten Entwicklungsschritte möglich sind.

Der EFE-Ansatz ist ganzheitlich, modelloffen, benutzerfreundlich, praxisnah, wirkungsorientiert und entwicklungsorientiert.

Die EFE-Prinzipien.

Verantwortungsvoll entscheiden und handeln

Die EFE-Prinzipien bilden die gemeinsame Wertebasis des Frameworks. Sie orientieren sich an europäischen Grundwerten und richten den Blick darauf, wie Organisationen Verantwortung gegenüber Menschen, Gesellschaft und Umwelt wahrnehmen.

Im Mittelpunkt stehen Offenheit, Freiheit und Verantwortung, Gleichstellung, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit.

Jede Organisation gestaltet und lebt ihre eigenen Werte. EFE lädt dazu ein, diese zu reflektieren: Wie prägen sie unsere Entscheidungen? Wie werden sie im täglichen Handeln erkennbar? Und wie gehen wir mit den Auswirkungen unseres Handelns um?

Weitere Informationen zu den Prinzipien des Excellence Frameworks finden Sie in unserer Broschüre.

Das EFE-Hexagon.

Fähigkeiten und ihr Zusammenspiel verstehen

Im Mittelpunkt des EFE-Hexagons stehen die Fähigkeiten, die eine Organisation exzellent machen, und ihr Zusammenspiel. Es beschreibt diese Fähigkeiten in sechs Bereichen und zwanzig Teilbereichen:

A Orientierung geben
B Strategie entwickeln
C Zusammenarbeit gestalten
D Wertschöpfung erbringen
E Wirkung aufzeigen
F Veränderung meistern

Die Bereiche sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. So wirkt sich beispielsweise die Strategie auf die Zusammenarbeit aus; die Zusammenarbeit wiederum beeinflusst die Wertschöpfung.

Klicken Sie im Hexagon auf einen Bereich oder Teilbereich und entdecken Sie die zugehörigen Fähigkeitsaspekte.

Fähigkeiten mit Ergebnissen verbinden

EFE verbindet Fähigkeiten mit den Ergebnissen, zu denen sie beitragen. Ergebnisse werden dort betrachtet, wo sie entstehen und genutzt werden, um die Organisation zu führen, zu verbessern und weiter zu entwickeln.

Dabei hilft EFE, die Zusammenhänge zu verstehen: Was setzen wir ein? Was leisten wir? Welchen Nutzen schaffen wir? Welche Wirkungen erzielen wir? Was verändert sich im übergeordneten System?

Organisationen können ihre bewährten Managementansätze weiter nutzen. EFE bietet einen gemeinsamen Rahmen, um ihre Fähigkeiten und Ergebnisse ganzheitlich zu betrachten.

Weitere Informationen zum Hexagon des Excellence Frameworks finden Sie in unserer Broschüre.

Das EFE-Reifegradmodell.

Reifegradmatrix A1 Sinn stiften und Zukünfte definieren (nur Reifegradstufen 1 und 2)

Erkennen, wo die Organisation steht

Das EFE-Reifegradmodell hilft einzuschätzen, wie weit die Fähigkeiten einer Organisation entwickelt sind. Fünf aufeinander aufbauende Reifegradstufen beschreiben, woran sich die jeweilige Reife konkret erkennen lässt.

Für jeden der zwanzig Teilbereiche gibt es eine eigene Reifegradmatrix. Sie beschreibt, wie sich die Fähigkeitsaspekte dieses Teilbereichs auf den fünf Stufen zeigen. Diese Beschreibungen ermöglichen es, die eigene Organisation einzuordnen und die Bewertung im Dialog nachvollziehbar zu begründen.

Nächste Entwicklungsschritte erkennen

Die Bewertung macht Stärken und Entwicklungspotenziale sichtbar. Sie zeigt, welche Reife bereits erreicht ist und was von der nächsten Stufe schon erkennbar ist.

Daraus lassen sich sinnvolle nächste Entwicklungsschritte ableiten – passend zur Situation und zu den Zielen der Organisation.

Weitere Informationen zum Reifegradmodell des Excellence Frameworks finden Sie in unserer Broschüre.

EFE kennenlernen.

Die EFE-Broschüre „Das Framework“

Die Broschüre «Das Framework» erläutert die Prinzipien, die Bereiche und Teilbereiche des Hexagons sowie das Reifegradmodell.

Die drei Ebenen des EFE-Hexagons – Bereiche, Teilbereiche und Fähigkeitsaspekte

Zuerst einen Bereich anklicken, dann einen Teilbereich wählen und die zugehörigen Fähigkeitsaspekte entdecken.

EFE Hexagon

A

Orientierung geben

A1

Sinn stiften und Zukünfte definieren

A1 – Sinn stiften und Zukünfte definieren
  • Sinn- und Zweckverständnis entwickeln und verankern
  • Gemeinsame Sinnstiftung ermöglichen
  • Zukünfte antizipieren, vordenken und gestalten
  • Ideen der Vision in tragfähige Konzepte transformieren

A2

Kultur leben und Identität schaffen

A2 – Kultur leben und Identität schaffen
  • Werte vereinbaren und verankern 
  • Kultur sichtbar machen und Beziehungsräume gestalten
  • Führung und Selbstführung als Kulturtreiber leben
  • Identität stiften und Verbindlichkeit schaffen

A3

Vielfalt einbeziehen und Beteiligte verstehen

A3 – Vielfalt einbeziehen und Beteiligte verstehen
  • Umfeld, Beteiligte und Interessengruppen verstehen
  • Gesellschaftliche und ökologische Ansprüche integrieren
  • Vielfalt und Widersprüche nutzen
  • Festgefahrenes aufbrechen und Komplexität bewältigen

B

Strategie entwickeln

B1

Umfeld und eigene Kompetenzen verstehen

B1 – Umfeld und eigene Kompetenzen verstehen
  • Umfeld und Markt verstehen
  • Nachhaltigkeitsthemen einbeziehen
  • Kernkompetenzen und Möglichkeiten verstehen
  • Anforderungen der Interessengruppen zueinander in Beziehung setzen
  • Gesamterkenntnisse gewinnen

B2

Strategie festlegen

B2 – Strategie festlegen
  • Informationen aus Analysen ableiten, Szenarien und Lösungswege entwerfen
  • Strategische Inhalte definieren und ausrichten
  • Geschäftsmodell(e) entwickeln und erarbeiten
  • Strategische Ziele festlegen
  • Strategische Initiativen beschließen und implementieren

B3

Strategie umsetzen und reviewen

B3 – Strategie umsetzen und reviewen
  • Kommunikation der Strategie durchgängig gestalten
  • Strategische Ziele kaskadieren
  • Umsetzung verankern
  • Wirksamkeit prüfen
  • Anpassung von Systemen anstoßen

C

Zusammenarbeit gestalten

C1

Interessengruppen einbinden

C1 – Interessengruppen einbinden
  • Interessengruppen segmentieren
  • Mitarbeitende gewinnen und einbinden
  • Kund:innen gewinnen und halten
  • Partner und Lieferanten finden und sich gemeinsam entwickeln
  • Feedback geben

C2

Produkte und Dienstleistungen gestalten

C2 – Produkte und Dienstleistungen gestalten
  • Wertversprechen definieren
  • Innovationsprozess gestalten und umsetzen
  • Lebenszyklus betrachten
  • Technologien bewerten
  • Portfolio zum Wertversprechen managen
  • Wissen identifizieren und sichern

C3

Struktur und Organisation gestalten

C3 – Struktur und Organisation gestalten
  • Wertschöpfung festlegen und abgrenzen
  • Wertschöpfungsprozesse gestalten
  • Anpassungsfähige Strukturen ermöglichen
  • Vertrauen und Eigenverantwortung als Gestaltungsprinzipien nutzen
  • Lernfähigkeit fördern und Wissen transferieren
  • Spannungen ausgleichen

C4

Technologie und Ressourcen bereitstellen

C4 – Technologie und Ressourcen bereitstellen
  • Kapital beschaffen und bereitstellen
  • Investitionen vorbereiten, genehmigen und umsetzen
  • Daten, Informationen und Wissen managen und sichern
  • Technologien beherrschen und Komplexität reduzieren
  • Gleichzeitig verbessern und erneuern
  • Digitale Transformation gestalten

D

Wertschöpfung erbringen

D1

Kund:innen gewinnen und begeistern

D1 – Kund:innen gewinnen und begeistern
  • Kundennutzen kommunizieren und Kund:innen gewinnen
  • Kundenfeedback einholen und integrieren
  • Kundenerlebnisse gestalten und verbessern
  • Wertschöpfungskette auf Kundenbedürfnisse ausrichten
  • Nutzenangebot markt- und kundensegmentspezifisch optimieren

D2

Mitarbeitende ermächtigen

D2 – Mitarbeitende ermächtigen
  • Führung als Dienstleistung verstehen
  • Neues erproben und Weiterentwicklung vorantreiben
  • Lebenslanges Lernen fördern
  • Feedback und Kommunikation fördern
  • Handlungsspielräume erweitern und Mitarbeitende motivieren

D3

Mit Partnern und Lieferanten Wert schaffen

D3 – Mit Partnern und Lieferanten Wert schaffen
  • Partnerschaften strategisch gestalten und Nachhaltigkeit sichern
  • Partner und Lieferanten auswählen, entwickeln und binden
  • Partnerschaft im Dialog leben
  • Alternativen schaffen und Resilienz stärken
  • Feedback nutzen und Zusammenarbeit optimieren

D4

Wertschöpfung, Technologie und Ressourcen managen

D4 – Wertschöpfung, Technologie und Ressourcen managen
  • Vorgaben kompakt halten und Flexibilität steigern
  • Kernprozesse optimieren und digitalisieren
  • Daten nutzen und Entscheidungen beschleunigen
  • Lieferketten vernetzen und stärken
  • Technologien einsetzen und Innovationen vorantreiben

E

Wirkung aufzeigen

E1

Wirkung auf soziale Interessen aufzeigen

E1 – Wirkung auf soziale Interessen aufzeigen
  • Wirkung auf soziale Interessen aufzeigen und evaluieren
  • Wirkung der Lieferanten und Partner auf soziale Interessen aufzeigen
  • Zukunftsfähigkeit zufolge Wirkung auf soziale Interessen darstellen
  • Kommunikation und Transparenz zu sozialen Wirkungen sicherstellen
  • Zu Gesetzen und Nachhaltigkeitsstandards berichten

E2

Wirkung auf ökologische Interessen aufzeigen

E2 – Wirkung auf ökologische Interessen aufzeigen
  • Wirkung auf ökologische Interessen aufzeigen und evaluieren
  • Wirkung der Lieferanten und Partner auf ökologische Interessen aufzeigen 
  • Zukunftsfähigkeit zufolge der Wirkung auf ökologische Interessen darstellen
  • Kommunikation und Transparenz zu ökologischen Wirkungen sicherstellen
  • Zu Gesetzen und Nachhaltigkeitsstandards berichten

E3

Wirkung auf ökonomische Interessen aufzeigen

E3 – Wirkung auf ökonomische Interessen aufzeigen
  • Wirkung auf ökonomische Interessen aufzeigen und evaluieren
  • Wirkung der Lieferanten und Partner auf ökonomische Interessen aufzeigen
  • Zukunftsfähigkeit aus wirtschaftlicher Perspekive darstellen
  • Zukunftsfähigkeit zufolge der Wirkung auf ökonomische Interessen darstellen
  • Kommunikation und Transparenz zu ökonomischen Wirkungen sicherstellen
  • Zu Gesetzen und Nachhaltigkeitsstandards berichten

F

Veränderung meistern

F1

Menschen für Veränderung gewinnen

F1 – Menschen für Veränderung gewinnen
  • Veränderungsbereitschaft fördern und Mindset entwickeln
  • Geschichte zur Veränderung erzählen und Veränderungsfähigkeit aufbauen
  • Vorbildliche Führung leben und Sicherheit bieten
  • Kontinuierliches Feedback einholen und Anpassungen vornehmen

F2

Organisation für Veränderung befähigen

F2 – Organisation für Veränderung befähigen
  • Veränderungen als Organisation planen und bilanzieren
  • Veränderungsprozesse definieren und führen
  • Veränderungswirksamkeit (aus Sicht der Organisation) messen und optimieren
  • Veränderungsfähigkeit in der Kultur reflektieren und stärken

F3

Organisation im Kontext verändern

F3 – Organisation im Kontext verändern
  • Beziehungen im organisationalen Kontext gestalten und stärken
  • Kommunikation im organisationalen Kontext sichern und anpassen
  • Synergien im organisationalen Kontext identifizieren und nutzen
  • Veränderung im Wertschöpfungsnetzwerk vorantreiben